Aktuell


Buon compleanno, Adriano

6. Januar 2013 - 00:37 Uhr

75 Jahre alt wird er heute. Ein Anlass, um meinen Adriano-Celentano-Ehrenrettungsversuch noch einmal vorzukramen. Der Mailänder Musiker hat mehr zu bieten als „Azzurro“ und mittelmäßige, miserabel synchronisierte Filmkomödien: Unmengen grandioser, hymnisch-stampfender Lieder, irgendwo zwischen italienischen Folk-Traditionen und Sixties-Beat.

Celentano? Das ist so eine Art italienischer Didi Hallervorden, der irgendwann auch mal einen oder gar zwei ganz hübsche Schlager gesungen hat. Darüber ist man sich hierzulande einig, quer durch alle Alters- und Bildungsschichten. Wer Celentano bei der Beschreibung eigener musikalischer Präferenzen angibt, stößt in der Regel auf ungläubiges Kopfschütteln, in deutschen Musikzeitschriften war nie auch nur eine Zeile über ihn zu lesen und als dann, vor fünf Jahren, aus gegebenenem Anlass, immerhin vier vermeintliche Qualitätsmedien aus dem deutschen Sprachraum Geburtstagsgrüße zum Siebzigsten veröffentlichten, dann las sich das so: Der „Schlagersänger“ ist „als eher flacher Unterhaltungshanswurst“ bekannt und er „wird wohl der liebenswerte Junge bleiben, der nichts kann, dies aber mit Charme und unvergleichlichem Erfolg richtig gut“. Meinte die Süddeutsche Zeitung. In der Neuen Zürcher wurde darüber gestaunt, dass Adriano Celentano der „populärste Italiener“ sei, „rätselhaft“ sei der Erfolg, denn: „Herausragend waren seine Platten nie, seinen kehligen Bariton kennt man zu Genüge, und sein letzter Hit liegt 24 Jahre zurück. (…) Keine Modewelle von Disco bis Electropop, auf welcher der Anpässler nicht gesurft wäre“.

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Neu im Kino: Perfide Grausamkeiten im pädagogischen Umfeld und eine fragwürdige Win-Win-Situation

29. Juli 2011 - 17:01 Uhr

KW30

Die Filmstarts vom 28. und vom 21.7.2011

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So richtig in den Tritt bin ich noch nicht wieder gekommen. Aber besten Willens bin ich. Wohlan denn!

Eine fiese und offenbar höchst elegant inszenierte Rachegeschichte aus Japan ist „Geständnisse“. Der Racheengel ist Lehrerin, die zu rächende Tat besteht in der Ermordung ihrer kleinen Tochter und die Täter sind Siebtklässler, Schüler von ihr. Das Ganze scheint sehr opulent und bildstark daherzukommen und kann in seiner gewollten Wucht vielleicht auch nerven, die Kritiker zeigen sich aber fast durchweg angetan. Marit Hofmann schreibt in „Konkret“: Dieser Film ist so herrlich unmoralisch, dass er unbedingt auch Zuschauern unter 18 zu empfehlen ist. Lektion 1: Traut keinem Lehrer. Lektion 2: Traut keinem Schüler. Lektion 3: Vertraut aufs japanische Kino“. Und Jörg Buttgereit meint auf fluter.de, das sei „alles ganz schön dick aufgetragen. Aber schön. Schön traurig.“

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Giering nochmal

7. August 2010 - 15:14 Uhr

Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu hier im früheren Eintrag.

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In eigener Sache

30. Juli 2010 - 11:52 Uhr

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In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber mittendrin steht ein hinderlicher Pfeiler. Der hat sich auch störend bemerkbar gemacht, als wir hier neulich eine Tischtennisplatte aufgestellt haben. Die Miete inklusive sämtlichen Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser, VDSL und Telefon beträgt für den kleinen Raum etwa 160 EUR und für den großen 370 EUR. Interessenten bitte bei mir melden. Für Weiterverbreitung des Angebots über Twitter oder Facebook wäre ich alter Social-Network-Muffel dankbar.

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Quickie mit Steffi

23. Juli 2010 - 00:48 Uhr

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Steffi Graf war neulich in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter Schecks fotografieren, schön anachronistisch, wie es sich gehört.

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Kabelküche

21. Juni 2010 - 13:09 Uhr

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Letzte Woche ist die Schauspielerin gestorben und jetzt habe ich das Foto, das ich vor fast zwanzig Jahren in ihrer roten Resopalküche gemacht habe, doch noch rausgesucht. Das Fotografieren hatte ich damals noch nicht so sehr lange betrieben und bei einem entscheidenden Termin in der Fotoredaktion des Stern, wo ich zwecks Eigenwerbung mit einem Stapel Dias erschienen war, interessierte sich die damalige Fotochefin Elisabeth Biondi eigentlich nur für das Heidi-Kabel-Bild. Und das, ihren Fragen nach zu schließen, offenbar nur aufgrund der Kücheneinrichtung. In der folgenden Woche durfte ich dann aber trotzdem erstmals für den Stern fotografieren.

Vor dem Termin war mir Frau Kabel, ehrlich gesagt, völlig egal, aber die persönliche Begegnung machte sie mir ausgesprochen sympathisch. Und nach dem ich jetzt in der FAS einen im Wortlaut zitierten Ausschnitt eines NDR-Talkshow-Gesprächs, das Wolf Schneider mit ihr geführt hat, gelesen habe, ist sie mir noch ein paar Grad sympathischer geworden. Es geht darum, dass Ohnsorg-Stücke, wenig zeitgemäß, in der Regel mit einer Trauung enden:

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Neu im Kino: Zwei traurige Todesboten

2. Juni 2010 - 23:51 Uhr

KW23

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Die Filmstarts vom 3.6. und 27.5.2010

Der Drehbuchautor Oren Moverman, beteiligt unter anderem am Buch von „Jesus‘ Son„, hat mit Todd Haynes zusammen „I’m not there„, das einzige akzeptable Popbiopic geschrieben. Für sein Regiedebüt hat er im letzten Jahr viel Beifall bekommen, jetzt kommt es endlich in unsere Kinos.

„The Messenger“ erzählt von einem jungen Irakkriegsheimkehrer, gespielt von Ben Foster, der nach einer Verletzung für seine letzten Dienstmonate dazu verdonnert wird, mit einem abgestumpften Grobian, Woody Harrelson, Witwen und sonstige Hinterbliebene aufzusuchen, um ihnen die schlechtest mögliche Nachricht zu überbringen. Seine Freundin hat inzwischen einen anderen, sein Kollege schleppt auch einige Probleme mit sich herum und dann findet er auch noch Gefallen an einer frisch Verwitweten. Die Geschichte lässt sich Zeit und manche Entwicklung ist vorhersehbar, jedoch sind die Figuren so glaubhaft angelegt und werden so gut gespielt, dass mein Interesse in keiner Minute nachließ.

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Die Zukunft der Printmedien

26. April 2010 - 09:55 Uhr

Pressemuseum

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Ich will Spaß

1. März 2010 - 20:43 Uhr

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In den letzten Tagen war ich recht viel mit dem Auto in der Stadt unterwegs und das Fahren war wider Erwarten nicht sterbenslangweilig, sondern ein abwechslungsreiches Vergnügen. Denn auch wenn die lustigen Huppeleispisten jetzt weggetaut sind und man überhaupt nicht mehr schliddern kann,  gibt es erfreulich viele neue Hindernisse, die die Fahrer selbst auf öden vierspurigen Einfallsstraßen vor interessante Herausforderungen stellen. Schlaglöcher, überall sind Schlaglöcher! Schade nur, das man allenthalben Trupps von Spaßverderbern mit leuchtorangenen Westen sieht, die eifrig damit beschäftigt sind, die Löcher zu stopfen. Doch haben sie keine Chance, den „Kampf zu gewinnen“, wie die Hamburger Morgenpost auf ihrer Seite eins verkündete: „Die Arbeiter schuften ­- aber die Füllungen für die Schlaglöcher halten nur drei Tage“. Wie schön, dann fahren wir das ganze Jahr weiter wie sonst nur im Urlaub und die Lokalpresse hat ein ergiebiges Dauerthema, mit dem sich immerhin alle auftretenden Nachrichtenlöcher füllen lassen.

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25. Dezember 2009 - 15:37 Uhr

Hier herrscht jetzt ein paar Tage weihnachtliche Stille, ich melde mich kurz vor Jahresende wieder. Und widme mich dann auch nachträglich den Weihnachten gestarteten Filmen.  Kommt alle gut durch die mehr oder weniger familiäre Feierei!

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Hamburg-Nachrichten neu und anders, JETZT!

16. Dezember 2009 - 00:44 Uhr

Abendblatt

Wir haben in Hamburg, der zweitgrößten Stadt im Land, Sitz von Gruner + Jahr, Spiegel, Zeit, Jahreszeiten Verlag, Bauer, Springer und zahlreichen kleineren Verlagen, keine vernünftige Lokalzeitung. Wer Nachrichten aus Hamburg lesen will, ist auf Verderb auf das Hamburger Abendblatt angewiesen, einem Blatt, das nicht einmal den Versuch unternimmt, mit den ernst zu nehmenden überregionalen Zeitungen mitzuhalten. Eigentlich unfassbar. Die einzigen Alternativen: Die Welt, auch aus dem Hause Springer, hat traditionell einen kleinen Lokalteil, ansonsten gibt es nur noch die Hamburg-Ausgabe der Bildzeitung und die „dümmste Zeitung der westlichen Welt“, wie Hermann Gremliza einst die Mopo, die Hamburger Morgenpost genannt hat, ein miserables Boulevardblatt, dem tapfer die St.-Pauli-Fans aus der Not heraus die Treue halten.

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Gainsbourg & Beck

20. November 2009 - 12:57 Uhr

Charlotte Gainsbourgs neues Album kommt im Januar heraus und dieses Mal hat Beck die Rolle eingenommen, die beim letzten Mal Air und Jarvis Cocker innehatten. Ich bin gespannt. Zwei Songs gibt’s vorab als MP3:

IRM“ und „Heaven Can Wait

Und hier ist auch schon ein Video von Keith Schofield:


(via)

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Ein harter Übergang

27. Oktober 2009 - 14:15 Uhr

IMG_6150Schön war’s, warm war’s und unaufdringliche, sympathische Strandhunde gab’s auch wieder.

Die Bude in der Heimat war dann bei der Ankunft so ausgekühlt, dass ich gleich mit meiner liebsten Entspannungsübung loslegen durfte: Brennholzzerkleinern im Keller. Mit der Kettensäge.

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Vacanza

11. Oktober 2009 - 21:44 Uhr

Noto048

Ab sofort bin ich fern von Netzanschlüssen auf dem schönsten Zipfel des Kontinents und darum herrscht hier ein Weilchen Funkstille. Für diejenigen, die die Kinoprovinz vermissen, sei erneut auf die Trailerschau des Abspannsitzenbleibers verwiesen: Thomas Kögel ist offenbar raus aus dem Motivationsloch und sagt wieder wöchentlich kurz und bündig, warum man sich die meisten Filme dieser Tage sparen kann. Und welche man besser nicht verpassen sollte.

Friert schön.

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