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Seid Ihr eine Zwiebackfamilie?

16. Dezember 2009 - 12:48 Uhr

Brandt

Wer sich für Verpackungen und Anzeigen fotografieren lässt, bekommt dafür gemeinhin ein stattliches Honorar. Wenn eine Firma wie Brandt Zwieback eine ganze Familie fotografieren ließe und diese fortan auf sämtlichen Packungen als „unsere Brandt Familie“ präsentierte, gäbe es pro Erwachsenen ein Honorar von mindestens 800,- EUR, pro Kind wäre mit etwa 400,- EUR zu rechnen. Das gälte aber nur bei räumlicher Begrenzung auf Europa und zeitlicher Begrenzung auf ein Jahr. Könnte Brandt die Bilder überall und immer einsetzen, kämen mindestens 150 % Honorar dazu, wie Carina von Loessi, Inhaberin der Casting-Agentur „Die Ermittlerinnen“ angibt. Die Durchführung des Castings würde obendrein etwa 1800,- EUR kosten.

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„Ihre Meinung für uns – zwei Geschenke für Sie!“

9. Dezember 2009 - 23:28 Uhr

arte_umfrage064

Gut gut, sowas macht die Zeit auch alle Nas lang, verbindet Leserbefragungen mit Abowerbung. Schön ist das nicht, seriös erst recht nicht. Aber was Arte hier veranstaltet geht noch ein gutes Stück weiter. Ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender, der in der gebührenfinanzierten Programmlandschaft für Anspruch und Qualität stehen soll, macht eine Umfrage zum Programm. Belohnt wird die Teilnahme mit zwei Ausgaben der Arte-Programmzeitschrift plus einer Tasche oder wahlweise zwei Kaffeebechern. Sieht erstmal völlig o.k. aus, die wollen Meinungen und persönliche Daten und verteilen im Gegenzug Geschenke. Großzügige Geschenke. Na und mit der Arte-Programmzeitschrift hat man dann ja auch eine Werbeorgan für den Sender in zahlreichen Haushalten platziert.

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Mauermauermauermauermauermauermauermauer

9. November 2009 - 12:48 Uhr

Mir gehen die ganzen Veröffentlichungen zum Mauerfalljubiläum schon seit Tagen gewaltig auf die Nerven und darum gebe ich hier keinen weiteren Erlebnisbericht zum Besten (Ich gehörte zufällig zu den Ersten, die ungläubig und unbehelligt von Grenzsoldaten von West nach Ost durchs Brandenburger Tor gelaufen sind, bevor später in der Nacht der Panzerwall vorm Tor wieder abgeriegelt wurde; ist jemand beeindruckt?) und erinnere auch nur kurz daran, dass allein die Zusammenrottung im und um das Europacenter schon in der Nacht zum 10. November demonstrierte, dass es den DDR-Bürgern um die westliche Warenwelt und sonst gar nix ging. Im Wedding, in Kreuzberg und in Neukölln wurde dagegen die Nase gerümpft und oft auch lautstark der Enttäuschung Ausdruck verliehen: „Is ja alles voll von Kanaken hier, ick glob’s ja nich!“.

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