Musik


Willie und das Geheimnis der zwei Schlagzeuger

2. April 2010 - 16:33 Uhr

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Lange ist es her, dass ich die klassischen Al-Green-Alben entdeckt habe und nichts hat mich seither auch nur annähernd so begeistert. Keiner singt wie Green, er ist der schlicht der beste Soulsänger überhaupt und zum Glück ist er damals beim Hi-Label gelandet, wo Willie Mitchell unter seiner Stimme einen unverwechselbar trocken produzierten Rhythmusteppich ausbreitete, um dann die schönsten Streicher- und Bläserarrangements darüber wehen zu lassen. Ich schwärme seit vielen Jahren, missioniere eifrig und freue mich, wenn andere sich auch begeistern können. Wie jetzt gerade der sehr geschätzte Eric Pfeil in seinem Poptagebuch. Er plaudert über Schlagzeugsoli und eigenes Schlagzeugspielen und kommt schließlich auf das Schlagzeug bei Al Green:

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Jaqee nochmal

24. März 2010 - 15:21 Uhr

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Droht leider auch völlig unterzugehen: Über Jaqee hatte ich zum Erscheinen des Albums hier etwas geschrieben, leider hat sich ansonsten keine Sau dafür interessiert – keine einzige Rezension habe ich entdeckt – obwohl es ein ganz wunderbares Retro-Reggae-und-Ska-Album ist, dass, ähnlich wie die Produktionen von Mark Ronson, trotzdem erstaunlich modern klingt. Und was für eine Stimme sie hat! Es ihr dritter Versuch, in Schweden hatte sie bereits 2005 ein R&B-Album aufgenommen und 2007 folgte “Nouvelle d’Amour”, das schön spröde instrumentiert ist und bei iTunes unter der Kategorie “Rock” gelistet wird. Hier eine Hörprobe:

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Oholah Oholibah

23. März 2010 - 14:44 Uhr

gano

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Im Herbst hatte ich das Album einmal durchgehört, ein paar Zeilen drüber geschrieben und es dann vergessen. Vor ein paar Tagen fiel mir die CD wieder in die Hände und seither befindet sie sich in Heavy Rotation. Wie schade, dass Ganos spätes Wunderwerk so wenig Beachtung gefunden hat.

Hört selbst:

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Meine Kritik:

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Pfeil mal wieder

18. Januar 2010 - 16:38 Uhr

“Ich wünsche mir von Popmusik-Texten alles, nur nicht, daß sie ‘authentisch’ sind. Ich wünsche mir von Popmusiktexten das ziemliche Gegenteil: Ich wünsche mir stilvollen Blödsinn und ausgedachten Unfug, der sich anhört, als sei er ein bisschen mehr: ‘Papa’s got a brand new bag’. ‘Are we human or are we dancer?’. ‘Sing this corrosion to me’. So etwas.”

Eric Pfeil in seinem aktuellen Poptagebucheintrag. Kann man dem Mann bitte ganz schnell die Chefredaktion eines der noch existierenden Musikmagazine übertragen?

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Selber schuld!

3. Dezember 2009 - 12:03 Uhr

Ich habe es Euch ja gesagt, ihr habt was verpasst: sehr sehr schönes Konzert! Was für ein cooler Hund, der Tony Allen! Alles war bis ins letzte clever durcharrangiert und optimiert für die Tourband, die – abgesehen von einem linkischen Gitarristen – erstklassig aufgespielt hat. Vor allem ist Orobiyi Adunni, die schon auf dem Album prominent auf vier Stücken vertreten ist, eine großartige Sängerin, die offensiv mit Einzelnen im Publikum geflirtet hat, unter vollem Körpereinsatz. Robert Crumb wäre in Ohmacht gefallen. Ihr Interesse galt allerdings ausschließlich weiblichen Konzertbesuchern …

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Der Trommelgott kommt. Bloß nicht verpassen!

29. November 2009 - 01:39 Uhr

“Was ich da am Schlagzeug mache, plus Gesang, das klingt doch schon, als spielten da fünf Personen”, hat er mir im Frühjahr erzählt, als ich ihn für Interview und Foto (PDF) getroffen habe. Unbescheiden ist der legendäre Drummer nicht gerade, aber das kann er sich erlauben. Ohne ihn hätte Fela Kuti vielleicht ewig weiter gejazzt, aber nie solche irrsinnigen Rhythmusteppiche geknüpft, die neben den messerscharfen Bläsersätzen und den Call-und-Response-Gesängen Afrobeat ausmachen. Ein zeitloser Stil, der in den Siebzigern in Nigeria entstanden ist und seitdem immer neue Anhänger findet, überall in der Welt.

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“Geckenhafter Ersatzdarsteller eines Johnny-Cash-Musicals”

18. November 2009 - 16:46 Uhr

belab

Man vergisst nach fast dreißigjähriger Bandgeschichte oft, was für ein erfreuliches wie sonderbares Phänomen Die Ärzte in der deutschsprachigen Rockmusik darstellen: drei Ironiker an denkbar unironischem Orte.”

Wahre Worte anlässlich des Bela-B.-Konzerts in Köln, aufgeschrieben von Eric Pfeil bei faz.net. Scheint sehr lustig gewesen zu sein. Der größte Teil der Tour kommt noch: Auch für Hamburg und Berlin gibt es noch Karten.

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Bilder von Kistenwühlern

5. November 2009 - 00:44 Uhr

Dust

Eilon Paz ist auch ein Fotograf, für den Musik zu den wichtigeren Dingen des Lebens gehört. Als maßloser und leidenschaftlicher Plattensammler hat er vor einem Jahr damit begonnen, in loser Folge auf dem eigens eingerichteten Blog “Dust and Grooves” ebenso Besessene zu portraitieren. Er lässt sich die Sammlung zeigen, besonders schöne oder besonders geliebte Stücke vorführen und natürlich -spielen und führt jedes Mal nebenbei auch noch souverän ein Interview. Und das Zusammentreffen von Begeisterung für’s Sujet und der Gabe, verdammt gute Bilder machen zu können, hat die schönste Würdigung des Typus Plattensammler seit Nick Hornbys “High Fidelity” zum Ergebnis. Ist natürlich mit Liebe geschönt: Die nervigen Unsympaten, die es auf Plattenbörsen und an allen einschlägigen Flohmarkttischen auch immer gibt, kommen einfach nicht vor …

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Das Rote Album und die Gummiseele

3. November 2009 - 03:48 Uhr

Not_The_B

Meine Tochter hat eine Zeitlang unentwegt das Rote Album laufen lassen. Also all die Beatles-Songs, die man wegen viel-zu-oft-gehört freiwillig eher selten auflegt, gebündelt, nonstop. Es war irgendwann nicht mehr zum Aushalten. Beim dritten Durchlauf von “And I Love Her” an einem Abend habe ich einen Atlantic-Sampler aus dem Regal gezogen und ihr die verwunschene Version von Esther Phillips vorgespielt. Und sieh an, das gefiel ihr, nach anfänglicher Irritation, auch.

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Im Promiviertel

6. Oktober 2009 - 23:38 Uhr

Tokio_Bahrenfeld

In der “Welt kompakt” wurden Tokio Hotel letzte Woche auf einer Doppelseite gefeiert, weil sie “wieder da” seien. Über obigen Satz mit der schönen fetten Hervorhebung habe ich mich sehr gefreut. Und damit auch Nicht-Hamburger den Witz verstehen, hier ein paar extra angefertigte Fotos aus Bahrenfeld:

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Erst Musikzeitschriften, dann Distelmeyer

5. Oktober 2009 - 22:32 Uhr

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Die FAS hat vor zwei Wochen auf ihren Medienseiten einen Blick auf den Zustand der Musikpresse, vor allem der nationalen, geworfen. In dem Artikel beschreibt Christina Hoffmann erst die wirtschaftlichen Nöte, um sich dann dem “zugrunde liegenden” Bedeutungsverlust von Spex, Rolling Stone, de:bug & Co zu widmen. Sie ortet allseits eine “Mischung aus Beliebigkeit und Nostalgie”, das seien Magazine “mit alten Männern für alte Männer”, die vor allem auf Zusatzgeschäfte setzten, zu sehr den unterstellten konservativen Musikgeschmack ihrer Leser bedienten und sich selbst totredeten. Stattdessen sollten die Redaktionen lieber an “Literarizität” zulegen und “über die Methoden und Produktionsbedingungen von Musikern berichten” und nicht Musik “auf ein Lifestyle-Tool” reduzieren.

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Gerade schwer rotierend

18. September 2009 - 10:12 Uhr

Das artifizielle Covermotiv auf dem die Kulleraugen rollende Bilderbuchnegerin dem Melonenträger eine Torte ins Gesicht drückt, hat mich überhaupt nicht angesprochen und auch kein bisschen neugierig auf den Inhalt gemacht. Wenn ich auch noch gewusst hätte, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt, wäre meine Skepsis noch viel größer gewesen. Doch was für eine Überraschung, das Album von Jaqee entpuppt sich als souverän hingeknalltes Reggae- und Skaprojekt, das zwar wenig originell im Retrofahrwasser von Amy, Lily, Duffy & Co dahingleitet, aber erstens ganz wunderbar gesungen ist, zweitens erstaunlich gutes Songmaterial enthält und drittens mühelos mit den britischen Produktionen mithalten kann. Nur über den Titeltrack muss ich immer wegskippen, der geht mir in seiner Obladi-Obladahaftigkeit gehörig auf die Nerven. Ansonsten läuft das hier aber gerade pausenlos, seit 06:45 Uhr.

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Hippie Hippie Shake

9. September 2009 - 16:09 Uhr

Gerade erschienen: Mein Lobgesang im Folker auf das Berliner Weltfolkorchester, das keineswegs aus 17 Hippies besteht. Demnächst steht die ganze Geschichte hier als PDF bereit.

Das Titelfoto haben wir im idyllischen öffentlichen Sportpark in Prenzlauer Berg gemacht. Wer als Erster richtig benennt, welche Photoshopeingriffe unter großem Zeitdruck von der Grafik vorgenommen wurden, bekommt diese CD geschenkt. (Ich selber habe falsch gelegen und Bearbeitungen auch da gesehen, wo keine stattgefunden haben.) Bitte nutzt die Kommentarfunktion, falls Ihr mitmachen wollt.

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