Archiv für August 2010


Neu im Kino: Tolles aus Knete

29. August 2010 - 00:03 Uhr

KW34

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Die Filmstarts vom 26.8.2010

Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic:

Es ist ja schon seltsam, dass die alte, unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch viel perfekter machen. Erfreulich ist das aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der britischen Aardman-Studios (»Wallace&Gromit«, »Shaun the Sheep«) oder Tim Burtons und Henry Selicks Trickfilmen gelang es jüngst sogar, Geld für ein noch viel abwegigeres Projekt aufzutreiben, das inzwischen den Höhepunkt dieses Genres darstellt: »Mary&Max«, ein australischer Knetfigurenfilm, der keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Konventionen nimmt und auf Kinder als Zuschauer pfeift, wenn er komisch und bitter und wahrhaft anrührend von einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft erzählt.

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Neu im Fernsehen: Die klasse „Klasse“

20. August 2010 - 12:50 Uhr

KW33

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Die Filmstarts vom 19.8.2010

In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  „Die Klasse“ läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im Ersten). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten Kinoprovinzblog:

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Neu im Kino: Französisches und grandios Bescheuertes

14. August 2010 - 19:33 Uhr

KW32

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Die Filmstarts vom 12.8.2010

Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja „Inception„, „Moon„, „Mother„, „Toy Story 3„, „Micmacs“ und „Mr. Nobody„, die mir allesamt gefallen haben. Von „Inception“ war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch aufgetürmt. Ich war überrascht davon, wie linear und chronologisch durch die streng hierarchisch organisierten Traumebenen navigiert wird und wie viel Raum die sentimentale Schuld-am-Tod-der-Frau-und-Kinder-wieder-sehen-wollen-Neben- wenn nicht gar Haupthandlung einnimmt. Und ja, für meinen Geschmack war es tatsächlich zu viel orchestrales Gebrause und zu viel James-Bond-Geballer.

Genau andersherum ging es mir bei „Mr. Nobody“: Da bin ich skeptisch reingegangen und war im Kino umso erfreuter über die überaus verspielten, sehr geschickt verknüpften Liebesepisoden. Mich hat das Erzählen im Konjunktiv überzeugt und über die erwarteten philosophischen Plattheiten habe ich mit Leichtigkeit hinweggehört und -gesehen.

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Giering nochmal

7. August 2010 - 15:14 Uhr

Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu hier im früheren Eintrag.

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Frank_Giering_FotoGGeller_B

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Neu im Kino: Mörderische Mutterliebe

6. August 2010 - 17:42 Uhr

KW31

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Die Filmstarts vom 5.8.2010

Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von „dem Koreaner, der ‚The Host“ gedreht hat“, gesprochen. Sein Monsterfilm ist in jeder Hinsicht herausragend,  seine beiden früheren Filme, die ich gern jetzt sofort anschauen möchte, werden hoch gelobt. „Mother“, das jüngste Werk,  ist ein Mutter-Sohn-Drama und ein Kriminalfilm. Der Sohn ist geistig behindert und gerät unter Mordverdacht, die Mutter unternimmt wahnwitzige Anstrengungen um ihn zu schützen. Erzählt wird das „in abrupten Wendungen und verblüffenden Wechseln der Tonlage“; wie Ekkehard Knörer in der Taz schreibt, „mal ist es splatterhaft-blutig, dann bizarr und schlicht komisch“. Die Kritiker sind fast durchweg schwer angetan, nur einige wenige tun sich schwer mit der unkonventionellen Dramaturgie und dem frechen Genremix. Läuft sogar in der Kinoprovinz Hamburg vom ersten Tag an. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen. Die einen werden vom Herkunftsland und von Untertiteln abgeschreckt, die anderen wollen keinen Film sehen, der „Mutter“ heißt und mit dem Namen Bong Joon-ho und jenen der Darsteller kann keiner etwas anfangen. Viele potentielle Zuschauer bleiben da nicht übrig.

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