Archiv für Mai 2011


Ebo Taylor – Unwiderstehliche Schnurrgrooves

27. Mai 2011 - 11:32 Uhr

EboTaylorLifeStories

Wieso kennt den keiner? Nicht mal einen Wiki-Eintrag gibt es, auch keine Diskografie bei Allmusic. Der ghanesische Gitarrist und Produzent Ebo Taylor hat in den Siebzigern ähnlich wie Fela Kuti traditionelle Elemente mit Funk gemischt. Letztes Jahr ist sein erstes Album seit Jahrzehnten, „Love and Death“, erschienen, das hat der mittlerweile 75-jährige mit der Afrobeat Academy aus Berlin eingespielt. Da war dann überall die Rede von dem „legendären“ Ebo Taylor. Dass er wirklich ein verblüffendes Werk geschaffen hat, lässt sich erst jetzt überprüfen: „Life Stories“ versammelt Aufnahmen von 1973 bis 1980, die teils von Soloalben und teils von unterschiedlichsten Nebenprojekten stammen.
Alle Stücke werden von durchgehend – wie geloopt – wiederholten Riffs bestimmt, die entweder von Bläsern oder vokal vorgetragen werden. Mit dem darunter ausgebreiteten Highlife- und Afrobeatrhythmen und der obligatorisch dazu flirrenden Orgel ergibt das unwiderstehliche Grooves, die endlos weiter schnurren könnten.
Taylors Gitarrenspiel bleibt meist dezent, setzt aber mit Wahwah-Sounds und Funkriffs deutliche Akzente. Und auch die Tracks, bei denen teils durchgängig nur zwischen gerade mal zwei Akkorden hin- und hergewechselt wird, sind viel zu schnell zu Ende. Die Entdeckung des Jahres. Jedenfalls für einen Funkfreund und Afrobeataficionado wie mich. Was soll da noch kommen?

3 Kommentare » | Musik

Puzzleteile, Atomkraft, iPhone-Liebe und ein Killermädchen

26. Mai 2011 - 15:19 Uhr

KW21

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Die Filmstarts vom 26.5.2011

Tolle Drehbücher hat er geschrieben: Guillermo Arriaga ist der Autor von „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ sowie der drei Iñárritufilme „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“. Mit Alejandro González Iñárritu hat er sich entzweit, also führt er jetzt selbst auch noch Regie. „Auf brennender Erde“ (eigentlich „The Burning Plain“) lief schon vor drei Jahren im Wettbewerb von Venedig und kommt jetzt erst bei uns ins Kino. Die Verspätung dürfte damit zusammenhängen, dass nicht nur die Kritiken sondern auch die Einspielergebnisse im Rest der Welt eher mau waren.

4 Kommentare » | Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik

Kasperle ist wieder da

20. Mai 2011 - 13:50 Uhr

Ups, die Funkstille hier währt ja noch länger, als ich dachte. Und dabei habe ich gar keine guten Ausreden mehr ….

Also los. Zumindest wieder ein wenig über Film soll es hier zu lesen geben. Ohne den wöchentlichen Kinoprovinztext bekomme ich ja selber auch gar nix mehr mit. In den letzten Monaten dürfte mir einiges durch die Lappen gegangen sein.

Und Euch vielleicht auch. Zum Beispiel diese beiden Filme, über die ich für die Hans-Mentz-Rubrik in der Titanic geschrieben habe:

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KW20

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Trolle & Splatter

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