Archiv für Juni 2011


Neu im Kino: Nahosttragik, ein Autoanwalt und diverse Anfänger

23. Juni 2011 - 23:06 Uhr

KW25

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Die Filmstarts vom 23.6.2011 (Und auch ein paar vom 16. und vom 9.6.)

Schwester Susanne, so steht es jedenfalls auf ihrem Kittel, hat sich von mir heute morgen, nachdem sie mir Blut abgezapft hat, die Zeitung geborgt, um sich eine Kopie von der Filmseite zu machen. Ihr Interesse galt allein dem Film „Die Frau, die singt“. Und ich glaube, sie hat Recht: Es ist der interessanteste Film der Woche. Meist werden derzeit ja Filme fürs Theater adaptiert, „Die Frau, die singt“ ist mal wieder ein gelungenes Beispiel für den althergebrachten gegenteiligen Weg. Es scheint so, als sei es dem kanadischen Regisseur Denis Villeneuve gelungen, die Geschichte des Stücks „Verbrennungen“ des Libanesen Wajdi Mouawad adäquat auf die Leinwand zu bringen, indem er sich auf Bilder verlässt, statt nur auf Worte. Es geht um eine tote Mutter und deren seltsame Hinterlassenschaft an ihre erwachsenen Zwillinge: Zwei Briefe, an einen tot geglaubten Vater und einen bis dato unbekannten Bruder. Die beiden begeben sich auf Spurensuche in ein nicht genau bezeichnetes Land des nahen Ostens und es entfaltet sich, mit Hilfe vieler Rückblenden erzählt, eine Familientragödie antiken Ausmaßes vor dem Hintergrund von Gewalt und religiösem Wahn.

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Minimenschen und Zeitschleifen

3. Juni 2011 - 12:22 Uhr

KW22

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Die Filmstarts vom 2.6.2011

„Arrietty“ ist ein neuer Zeichentrickfilm aus dem Ghiblistudio, der Heimstatt von „Totoro“ und „Chihiro“ und „Laputa“ und dem „wandelnden Schloss“ und all den anderen Meisterwerken von Hayao Miyazaki. Wem das alles nichts sagt, der sollte besser mit einem der genannten Filme einsteigen und die klaffende Bildungslücke füllen. Und alle anderen brauchen nicht mehr zu wissen, um schleunigst ins Kino zu gehen. Diesmal hat Miyazaki nicht Regie geführt, aber wenigstens das Drehbuch geschrieben. Es basiert auf der Kinderbuchserie „Die Borger“ der britischen Autorin Mary Norton, und wer Kinder hat oder kennt, kann sie diesmal mitnehmen, auch wenn sie gerade erst in die Schule gekommen sind. Ein bisschen Angst habe ich nur vor der Musik von Cécile Corbel

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