Archiv für Juli 2011


Neu im Kino: Perfide Grausamkeiten im pädagogischen Umfeld und eine fragwürdige Win-Win-Situation

29. Juli 2011 - 17:01 Uhr

KW30

Die Filmstarts vom 28. und vom 21.7.2011

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So richtig in den Tritt bin ich noch nicht wieder gekommen. Aber besten Willens bin ich. Wohlan denn!

Eine fiese und offenbar höchst elegant inszenierte Rachegeschichte aus Japan ist „Geständnisse“. Der Racheengel ist Lehrerin, die zu rächende Tat besteht in der Ermordung ihrer kleinen Tochter und die Täter sind Siebtklässler, Schüler von ihr. Das Ganze scheint sehr opulent und bildstark daherzukommen und kann in seiner gewollten Wucht vielleicht auch nerven, die Kritiker zeigen sich aber fast durchweg angetan. Marit Hofmann schreibt in „Konkret“: Dieser Film ist so herrlich unmoralisch, dass er unbedingt auch Zuschauern unter 18 zu empfehlen ist. Lektion 1: Traut keinem Lehrer. Lektion 2: Traut keinem Schüler. Lektion 3: Vertraut aufs japanische Kino“. Und Jörg Buttgereit meint auf fluter.de, das sei „alles ganz schön dick aufgetragen. Aber schön. Schön traurig.“

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Neu im Kino: Weirs Wüstenflüchtlinge und eine muslimisch-jüdische Identitätsverwirrungskomödie

1. Juli 2011 - 16:15 Uhr

KW26

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Die Filmstarts vom 29.6.2011

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Der Plot: Eine Gruppe von Männern entkommt gegen Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Gulag und schlägt sich zu Fuß bis nach Indien durch. Regisseur Peter Weir („Der einzige Zeuge„, „Picknick am Valentinstag„) hat das offenbar als bildgewaltiges Drama umgesetzt und jedem zweiten Rezensenten fällt dazu der Name „David Lean“ ein. (Oder einer schreibt es vom anderen ab.) Die Strapazen der Flucht werden wohl ausgiebigst beschrieben, die zu erwartenden zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen bleiben dagegen eher aus, obwohl sogar noch eine gut aussehende Polin zu der Gruppe stößt. Vermutlich ist das Ganze also weder sonderlich spannend noch originell, aber Anschauen schadet nicht.

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