Märchen in Moskau

Rusalka

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Heute abend, am Freitag, dem 23.4., läuft im Fernsehen mal wieder ein Film, den man hierzulande ansonsten nirgendwo zu sehen bekommen konnte, außer im Panorama auf der Berlinale 2008: „Rusalka“ von Anna Melikyan, einer Regisseurin, die in Russland arbeitet und bislang zwei visuell verspielte, romantische und von skurriler Komik durchtränkte Filme gemacht hat.

„Rusalka“ scheint eine charmante Variante des Märchenstoffs von der kleinen Meerjungfrau zu sein, weitergesponnen und ins Moskau von heute versetzt. Alisa, die Hauptfigur, ist siebzehn und kann ihre Wünsche wahr werden lassen, jeweils zum Preis von mehr oder weniger großen Katastrophen. Wo immer man etwas über den Film liest, werden Ähnlichkeiten zu den Filmen von Jeunet und Caro erwähnt, wer also „Amélie“ nicht ausstehen konnte, für den ist das hier sicher nix. Ich dagegen bin schon von dem hübschen Trailer hier sehr angetan, in dem Alisa aus dem Off erklärt, um was es sich eigentlich handelt. „Alisa, das Meermädchen“ ist übrigens auch der deutsche Fernsehtitel. Hoffentlich taugt die TV-Synchronisation etwas.

„Rusalka“: 23.4., 22:25 Uhr, 3Sat | imdb | NZZ-Kritik

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Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik Ein Kommentar »

Eine Reaktion zu “Märchen in Moskau”

  1. The One

    Danke für den Tipp. Ist übrigens unter dem Titel „Alisa das Meermaedchen“ angekündigt.