Neu im Kino: Fukunagas erstaunliches Debüt sowie Kitsch, Romcoms und diverse Dokus

KW18: Sin Nombre

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Die Filmstarts vom 29.4.2010

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Nicht nur der Film der Woche, sondern einer der Filme des Jahres ist „Sin Nombre“. Habe ich schon drüber geschrieben. Die deutsche Tonfassung ist gelungen, keine Sorge also, wenn keine OmU-Kopie in der Nähe läuft. Die Hauptdarsteller sind Edgar Flores und Paulina Gaitan, zwei Namen, denen man sicher noch öfter begegnen wird. Das aktuelle Projekt von Regisseur Cary Fukunaga, das derzeit in England gedreht wird, ist übrigens ausgerechnet eine neue Filmversion von „Jane Eyre„.

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Außerdem neu:

  • Eine Romcom mit Jim Carrey und Ewan McGregor als schwules Paar. Läuft in den USA erst im Juli an, nachdem das Publikum in 21 anderen Ländern den Film schon sehen konnte. Machen die Verleiher in der Regel so, wenn sie einen Riesenflop und miese Rezensionen erwarten. In Großbritannien waren die Kritiken jedoch gut und den imdb-Nutzern gefällt die Komödie auch. Mir aber wohl eher nicht.(„I Love You Phillip Morris„)
  • Verrückt nach Steve“ mit Sandra Bullock scheint dagegen eine miserable Komödie zu sein, nach recht einhelliger Kritikermeinung. „Eine gleichzeitig zahn- und geschmacklose Satire über Sensationsjournalismus im Fernsehen“, schreibt Claudia Puig in USA Today.
  • Wohl nicht ganz so grottig: „Zu scharf um wahr zu sein“, eine Romcom mit Derbheiten in Judd-Apatow-Manier über einen netten Deppen und eine busige Blonde.
  • Ein deutsche Doku über gated Communities in verschiedenen Teilen der Welt. („Auf der sicheren Seite„) Noch lieber würde ich eine Verfilmung des T.-C.-Boyle-Romans „The Tortilla Curtain“ (dt.: „América„) sehen. Vielleicht von Clint Eastwood? Ups, eben sehe ich, dass eine Adaption mit Kevin Costner offenbar schon weit gediehen war  …
  • Ein großes sizilianisches Epos über drei Generationen hinweg, vom etablierten Spezialisten für Kitsch und Rührseliges, Giuseppe Tornatore. Werde ich einen großen Bogen drum machen, obwohl – oder weil – ich Sizilien so liebe. („Baarìa„)
  • Auch aus Italien: Eine Doku über ein römische Band, die sich „L’orchestra di Piazza Vittorio“ nennt. Die Musiker sind durchweg Immigranten, das ganze Projekt ist offenbar als politisches Statement gedacht. Läuft vorerst nur in Berlin. („Das Orchester von Piazza Vittorio„)
  • Ein deutsch-litauischer Film der zwei Männern und einer geheimnisvollen „Schönen der Nacht“ dabei zusieht, wie sie durch die Peripherie von Vilnius fahren. „Atmosphärisches urbanes Roadmovie, Liebesgeschichte und Buddy Movie“, verspricht der Pressetext. Och nee. („LowLights – Eine Nacht, ein Ritual„)
  • Noch eine deutsche Doku, über klassische Musiker aus Russland. Knüpft an einen Film über musikalische „Wunderkinder“ von 2000 an. („Die Konkurrenten – Russlands Wunderkinder 2„)
  • Und eine wohl lausige Disney-Schnulze mit Teenie-Star Miley Cyrus. („Mit dir an meiner Seite„)
  • Schon seit letzter Woche läuft außerdem ein romantischer Kostümfilm, in dem es um eine große Liebe der Königin Victoria geht. Hatte ich glatt übersehen und will ich ganz sicher niemals sehen. („Young Victoria„)

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Wo was überhaupt läuft, kriegt man wie immer am besten bei Moviepilot heraus. Ines Walk erstellt bei Filmzeit die nützlichsten Pressespiegel im deutschsprachigen Raum und Christoph Jochems versammelt akribisch Unmassen von hilfreichen Links bei Filmz.de.

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Und noch etwas, der Trailer von „Sin Nombre“:

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