You Keep Me Hangin‘ On (1-3)

 

Zum Glück hat mich das Sammelfieber nur ab und an erwischt. Aber wenn, dann richtig. Über Jahre habe ich Coverversionen von ein und dem selben Song zusammengetragen, immer hin- und hergerissen zwischen Entdeckerfreude und Verwunderung über die Maß- und Sinnlosigkeit des Unterfangens, je nachdem, ob ich zuletzt auf Schätze oder aber Schrott gestoßen bin. Es geht natürlich nicht um einen x-beliebigen Song, sondern um den besten Popsong der Welt. Das behaupte ich zumindest seit Jahren, ohne dass es mir bislang gelungen wäre, irgendjemanden  von dieser Wertung zu überzeugen. „You Keep Me Hangin‘ On“ stammt vom Motown-Autorentrio Holland-Dozier-Holland und wurde zuerst von den Supremes 1966 aufgenommen. Ein klassischer Motown-Pop-Soul-Knaller, der noch eine Spur unwiderstehlicher ist als all die anderen großen Hits von den Supremes, den Temptations, den Four Tops, Gladys Knight und den Pips, den Marvelettes, Martha Reeves und den Vandellas, von Marvin Gaye, Stevie Wonder, den Isley Brothers, den Jackson Five und all den weiteren Musikern, die für die Hitfabrik in Detroit in den Sechziger Jahren gesungen haben. Seither wurde das Stück sehr oft und sehr unterschiedlich gecovert und hier gibt’s  jetzt in loser Folge und kleinen Portionen einen Überblick. Los geht’s natürlich mit dem Original:

The Supremes – You Keep Me Hangin‘ On Get Adobe Flash player

Die nicht nur ruhm- sondern jahrzehntelang sogar namenlos gebliebene Hausband der klassischen Motown-Ära kam 2002 durch den Dokumentarfilm „Standing In The Shadows Of Motown“ zu später Ehre. Auf dem Soundtrack-Album der „Funk Brothers“ findet sich auch eine originalgetreue Neueinspielung von „You Keep Me Hangin‘ On“, allerdings bar jeden Gesangs. Sie überzeugt trotzdem. Als wenn die einzelnen Bestandteile durch eine Lupe betrachtet werden, sind auf einmal alle Details klarer zu erkennen:

The Funk Brothers – You Keep Me Hangin‘ On Get Adobe Flash player

Und als ersten Vorgeschmack auf Abwegigkeiten, die noch folgen werden, eine Stampfversion von 2006, die mehr aufgrund des Busenwackelvideos denn durch Musik Aufmerksamkeit erregt hat. Anca heißt die Sängerin.

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Diesen Monat erscheint die erste komplette Singles-Sammlung der Supremes bis zum Ausstieg von Diana Ross, inklusive aller B-Seiten. Und hier der Funk-Brothers-Film sowie der Soundtrack.

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