Peinliche Plakate (3)

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Peinliche Plakate (3)“ müsste es eigentlich heißen, denn das Steini-Motiv, mit dem bei uns überall in der letzen Phase die groteske Antatscherei vor dem Hochofen überklebt wurde, ist gar nicht peinlich, sondern transportiert überzeugend die simple Botschaft, dass es sich bei dem SPD-Spitzenkandidaten um einen Sympathen handele. Mein siebenjähriger Sohn, der keinen blassen Schimmer vom Wahlkampf oder den Parteien hat, meinte beim Anblick des Plakats jedenfalls, er fände das besser, wenn der Mann statt Angela Merkel „Chef“ werde, der sehe nämlich, offenbar im Gegensatz zur Kanzlerin, so aus, als ob er „total nett“ sei. Ziel erreicht.

Wahlplakate 2 Kommentare »

2 Reaktionen zu “Peinliche Plakate (3)”

  1. christian

    nur schade, dass der gute junge dabei das wesentliche übersehen hat ( von seinem vater hätt‘ ich’s ja nicht anders erwartet, aber von sohnemann? ): wir sehen einen grundlos grinsenden kanzlerkandidaten, und daneben steht „unser land kann mehr“ – eben!

    so was nennt man wohl self-fullfilling prophecy – oder muss man in diesen zeiten nicht-englischsprechender künftiger außenminister jetzt sagen: sich-selbst-erfüllende prophezeiung?

    selber schuld – alle mitsammen / viele grüße / c

  2. Gunnar

    Der kann halt noch nicht lesen. Entschuldigt? Sonst hätte er aber auch bloß gefragt: „Häh? Was kann das Land denn?“ Bis zu mehr oder weniger wär er gar nicht gekommen, schätze ich.