Na toll

Wahlbez2005034

Seit zwei Wochen haben wir keinen Kabelanschluss mehr. Bei meinem Fernsehkonsum ist mir das kaum aufgefallen und ich hab‘ mich noch um nix gekümmert. Erst gestern, so um 17:30 Uhr, ist mir aufgegangen, dass ich von der Wahlberichterstattung im Fernsehen abgeschnitten sein würde. Habe ich halt den Tuner der Anlage eingeschaltet, Radio gibt’s ja auch noch. Aber nicht für mich: Ich hatte vergessen, dass an das Gerät keine Antenne angeschlossen war, kein Kabel = kein Radio. Gut, dachte ich, hol ich eben den Klapprechner aus dem Büro und schau Fernsehen auf Zattoo. Aber der DSL-Zugang war auf einmal auch tot. Nach mehreren Neustarts des Routers war das Problem auf unerklärliche Weise behoben, dafür funktionierte dann aber bei Zattoo nichts: Mir wurde die Anmeldung verweigert. Habe ich also ein neues Nutzerkonto angelegt. Als diese Hürde genommen war, stellte sich heraus, dass der installierte Flashplayer nicht aktuell genug war. Nach dem Download schlug aber die Installation fehl, da das Betriebssystem leider mittlerweile zu alt ist. Schließlich habe ich aufgegeben und akzeptiert, dass Spon das aktuellste Medium ist, für dass meine derzeitige technische Ausstattung reicht. Als sich die Startseite öffnete, war schon die erste Hochrechnung da. Und ich hab‘ mich gefragt, warum ich überhaupt den ganzen Aufwand betrieben habe.

Wenn man dem Ergebnis etwas Positives abgewinnen wollte, könnte man sagen, jetzt werde vielleicht wenigstens mal deutlich, dass es eben doch nicht völlig wurscht sei, welche Parteien gerade die Regierung stellen. Denn nach Rot-Grün mit Angriffskrieg ohne UN-Mandat und Hartz-4-Einführung einer- und Schwarz-Rot mit mit milder Merkelpolitik andererseits, konnte man mehr denn je den Eindruck gewinnen, man habe eh nur die Wahl zwischen Apfelsinen und Orangen. Jetzt bekommen wir aber Zitronen.

Danial Ilkhanipour, der rechte Eimsbüttler SPD-Putschist, auf den ich neulich kurz einging, hat übrigens wirklich sein Fett wegbekommen. Zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik hat hier ein Direktkandidat der CDU gesiegt. Ilkhanipour ist noch hinter der Grünen-Kandidatin, Krista Sager, gelandet. 2002 errang Angelika Mertens als SPD-Kandidatin 51,3% der Erststimmen, ihr Nachfolger Niels Annen lag 2005 bei 45,1% und Ilkhanipour hat das historische Tief von 23,8% zu verantworten. Die arme Sau. Hähä. (Quelle)

Und wen’s interressiert: Hier sind die Ergebnisse der Piraten im Detail, die auf Anhieb insgesamt 2,0% erreicht haben.

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