Das große Klinkenputzen (2)

G+J_CP

Noch ein Termin bei Gruner und Jahr, diesmal weit weg vom Baumwall, in Othmarschen, am Rande einer neuen Wohnsiedlung mit Blick auf Spielplätze und Gärten. Hier residieren die Redaktionen der Abteilung Corporate Publishing, also all die Magazine, die im Auftrag von Unternehmen produziert werden und der einzige Printbereich des Unternehmens, für den G+J-Chef Bernd Buchholz weiteren Ausbau in Aussicht gestellt hat. Und wie ist die Stimmung beim Lufthansa Magazin, dem langjährigen CP-Flaggschiff des Hauses? „Du weißt ja, wie es ist …“, hier fällt er das erste Mal, der Satz. Jaja, ich weiß wie es ist. Darum bin ich ja da. Und all die freiberuflichen Kollegen, die gestern und morgen und übermorgen vorbeikommen, denen geht’s auch nicht anders.

Ein Blatt wie das Lufthansa Magazin ist auch auf Anzeigen angewiesen. Und davon gab’s mal mehr. Das große Sparen geht zeitgleich zum großen Klinkenputzen weiter: Heute wurde bestätigt, dass bei Gruner und Jahr im Rahmen von Umstrukturierungen etwa ein Drittel des Personals der Anzeigenabteilungen eingespart wird. Kann ich bitte mal wieder eine erfreuliche Nachricht hören?

Nein. Stattdessen noch eine Hiobsbotschaft vom Bauer Verlag, wo bei den wöchentlichen Frauentiteln ungewöhnlicherweise an der Spitze mit dem Kahlschlag begonnen wird. Ich muss zusehen, dass die Klinken nicht alle abgeschraubt werden, bevor ich nach ihnen greifen kann.

Klinkenputzen Ein Kommentar »

Eine Reaktion zu “Das große Klinkenputzen (2)”

  1. Bernd Buchholz

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