Mauermauermauermauermauermauermauermauer

Mir gehen die ganzen Veröffentlichungen zum Mauerfalljubiläum schon seit Tagen gewaltig auf die Nerven und darum gebe ich hier keinen weiteren Erlebnisbericht zum Besten (Ich gehörte zufällig zu den Ersten, die ungläubig und unbehelligt von Grenzsoldaten von West nach Ost durchs Brandenburger Tor gelaufen sind, bevor später in der Nacht der Panzerwall vorm Tor wieder abgeriegelt wurde; ist jemand beeindruckt?) und erinnere auch nur kurz daran, dass allein die Zusammenrottung im und um das Europacenter schon in der Nacht zum 10. November demonstrierte, dass es den DDR-Bürgern um die westliche Warenwelt und sonst gar nix ging. Im Wedding, in Kreuzberg und in Neukölln wurde dagegen die Nase gerümpft und oft auch lautstark der Enttäuschung Ausdruck verliehen: „Is ja alles voll von Kanaken hier, ick glob’s ja nich!“.

Stattdessen sei an eine Anzeigenparodie aus der Titanic erinnert, aus der Zeit (April 1985), als die gute alte Mauer noch  unüberwindbar war. Sie bezieht sich auf eine große, damals allgegenwärtige Publikumskampagne der deutschen Zementindustrie, die zum Beispiel mit der Abbildung von einem sturmumtosten Leuchtturm und immer mit dem Slogan „Beton – Es kommt drauf an, was man draus macht“ das Image eines unpopulären Baumaterials verbessern wollte.

Mauer052

Werbung Kommentare deaktiviert für Mauermauermauermauermauermauermauermauer

Kommentarfunktion ist deaktiviert.