Kollege Akin vor Gericht

Monopol_Kitchen

Seltsamerweise verhalten sich alle Medien mäuschenstill, die offensichtliche Sauerei, von der ich neulich berichtete, ob nun klein oder nicht, macht keine Wellen, selbst die Vorankündigungen von „Soul Kitchen“ erscheinen allerorten ohne den kleinsten Hinweis auf das etwaige Plagiat.

Morgen ist der Gerichtstermin, wie im Kommentar bekannt gemacht:

Akin gegen Wall(asch)
Freitag, 27.11.2009, 10 Uhr
Landgericht Hamburg
Sitzungsraum B335
Sievekingplatz 1
20355 Hamburg

Ja, es war wirklich Akin, der Wall verklagt hat. Nicht etwa andersherum, wie man bei den „auffälligen Ähnlichkeiten“ ja vermuten müsste.  Hier noch einmal der Link zum Artikel von Thomas Lindemann bei Welt.de. Die bekannte und oft beklagte Tendenz des Landgerichts Hamburg dürfte hoffentlich in diesem Fall zum Vorteil Walls sein.

Wer Zeit hat, guckt sich den ruppigen Kollegen mal an.

Kinoprovinz – Vorurteile statt Filmkritik 4 Kommentare »

4 Reaktionen zu “Kollege Akin vor Gericht”

  1. Ein Monopolist

    Ein ebenfalls im Hamburger Abendblatt erschienener Artikel ist seit ein paar Tagen vom Netz genommen worden. Gab es da auch eine Unterlassungsaufforderung der Akin Anwälte? Der WELT-Text zum Thema (Lindemann) war auch einige Tage OFFLINE, dann (mit abgewandeltem Inhalt? Hat das wer nachgelesen?) wieder Online. Hat das Abendblatt kapituliert und die WELT kämpft noch? Die WELT bekam ja wohl laut WELT-Artikel schon während der Recherche Anwaltskontakt. Die Anwälte von Springer wurden also genötigt den Artikel mit zu schreiben, oder durfte Lindemann das selbst entscheiden? Sicher nicht.

    Ein ziemlich beknackter Fall: Artikel die bereits erschienen sind Online nachzubessern (wenn es denn so war – vielleicht hat ja jemand Zeit das zu überprüfen). Hätte nie gedacht, das ich mal wohlwollend auf Springeranwälte schaue.. krass

  2. Gunnar

    Ich war leider nicht beim Gerichtstermin, weiß auch nix. Über das mit den aus dem Netz genommenen Artikeln wüsste ich auch gern mehr. Ein Artikel aus der Berliner Morgenpost ist ebenfalls verschwunden. Der Welt-Artikel scheint unverändert zu sein. Der Abendblatttext ist noch im Google-Cache abrufbar.

  3. demasiado corazon

    http://www.youtube.com/watch?v=jSH7b6-Lgdw&feature=related

  4. fritz

    Ob der Autor schon in U-haft sitzt….oder muß Akin die „18“ gekupferten Szenen auf jeder Filmrolle mit Edding einschwärzen.War er deshalb aus zeitgründen nicht beim Termin vor gericht?HiHi..die sache beginnt den Zaungästen spaß zu machen…und die nachtigallen pfeifen einiges…vom hören sagen weiß ich das in den USA (soll der Film nicht dort auch vermarktet werden?) solche Vorwürfe sehr sehr ernst genommen werden!!Da haben Autoren noch richtige „Rechte“…Frage an alle: Ist der Film dort angelaufen..sind dann auch die gerichte dort zuständig??HiHi