Puzzleteile, Atomkraft, iPhone-Liebe und ein Killermädchen

26. Mai 2011 - 15:19 Uhr

KW21

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Die Filmstarts vom 26.5.2011

Tolle Drehbücher hat er geschrieben: Guillermo Arriaga ist der Autor von „Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada“ sowie der drei Iñárritufilme „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“. Mit Alejandro González Iñárritu hat er sich entzweit, also führt er jetzt selbst auch noch Regie. „Auf brennender Erde“ (eigentlich „The Burning Plain“) lief schon vor drei Jahren im Wettbewerb von Venedig und kommt jetzt erst bei uns ins Kino. Die Verspätung dürfte damit zusammenhängen, dass nicht nur die Kritiken sondern auch die Einspielergebnisse im Rest der Welt eher mau waren.

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Kasperle ist wieder da

20. Mai 2011 - 13:50 Uhr

Ups, die Funkstille hier währt ja noch länger, als ich dachte. Und dabei habe ich gar keine guten Ausreden mehr ….

Also los. Zumindest wieder ein wenig über Film soll es hier zu lesen geben. Ohne den wöchentlichen Kinoprovinztext bekomme ich ja selber auch gar nix mehr mit. In den letzten Monaten dürfte mir einiges durch die Lappen gegangen sein.

Und Euch vielleicht auch. Zum Beispiel diese beiden Filme, über die ich für die Hans-Mentz-Rubrik in der Titanic geschrieben habe:

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KW20

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Trolle & Splatter

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Neu im Kino: Krimi, Meistertrick, Honig, Aquarium und Spinner

24. September 2010 - 10:29 Uhr

KW38

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Die Filmstarts vom 23.9.2010. Und vom 16.9. Und sogar noch vom 9.9.

Da bin ich wieder, ich bitte meine Abwesenheit zu entschuldigen, ich hatte schlicht keine Zeit für den Rundblick oder sonstige Einträge, mich haben viel Arbeit, diverse Umbauarbeiten und ausufernde Kindergeburtstage am Schreiben gehindert. Mit den Kindergeburtstagen ist jetzt erst mal Schluss, die beiden anderen Hinderungsgründe dürften auch in den nächsten Wochen nur sporadisch Blogeinträge zulassen.

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Erst einmal die Neustarts vom 23.9.:

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Neu im Kino: Apatow, Zauberer und Islamisten

3. September 2010 - 21:35 Uhr

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Die Filmstarts vom 3.9.2010

Passend zur wenig ergiebigen Kinowoche und auch passend zu meiner verfügbaren Zeit gibt es hier diesmal eine Sparausgabe. Wenig Worte, kein Bild und kein Video.

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Die Neustarts:

  • Eine von Judd Apatow produzierte Komödie um einen abgehalfterten Popmusiker, der seinen ersten Auftritt als Nebenfigur in dem früheren Apatow-Film „Nie wieder Sex mit der Ex“ („Forgetting Sarah Marshall“) hatte. Bietet wohl wieder die typische Mischung aus Derb- und Sanftheit und gehört offenbar zu den besseren Filmen aus der Komödienwerkstatt. Mit Russel Brand und Jonah Hill in den Hauptrollen. („Männertrip„)
  • Ein Film um einen lieben Zauberer und seinen Zauberlehrling im Kampf gegen die Kräfte des Bösen, bombastischer Quatsch für Zehnjährige. Mit Nicholas Cage. („Duell der Magier„)

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Neu im Kino: Tolles aus Knete

29. August 2010 - 00:03 Uhr

KW34

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Die Filmstarts vom 26.8.2010

Meine bereits neulich angekündigte Lobhudelei aus der Titanic:

Es ist ja schon seltsam, dass die alte, unglaublich aufwendige Stop-Motion-Technik gerade eine Renaissance im abendfüllenden Film erlebt. Ließe sich Dreidimensionales mit digitaler Animation doch viel perfekter machen. Erfreulich ist das aber unbedingt. Neben den verlässlich guten Produktionen der britischen Aardman-Studios (»Wallace&Gromit«, »Shaun the Sheep«) oder Tim Burtons und Henry Selicks Trickfilmen gelang es jüngst sogar, Geld für ein noch viel abwegigeres Projekt aufzutreiben, das inzwischen den Höhepunkt dieses Genres darstellt: »Mary&Max«, ein australischer Knetfigurenfilm, der keinerlei Rücksicht auf irgendwelche Konventionen nimmt und auf Kinder als Zuschauer pfeift, wenn er komisch und bitter und wahrhaft anrührend von einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft erzählt.

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Neu im Fernsehen: Die klasse „Klasse“

20. August 2010 - 12:50 Uhr

KW33

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Die Filmstarts vom 19.8.2010

In Ermangelung eines neu startenden Films, den ich selber sehen oder aber anderen empfehlen möchte, vorab ausnahmsweise ein Fernsehtipp:  „Die Klasse“ läuft am Sonntagabend erstmals im Fernsehen (23:35 Uhr, im Ersten). Zum Kinostart schrieb und zitierte ich letztes Jahr im alten Kinoprovinzblog:

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Neu im Kino: Französisches und grandios Bescheuertes

14. August 2010 - 19:33 Uhr

KW32

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Die Filmstarts vom 12.8.2010

Spät dran bin ich diese Woche, aber viel Sehenswertes startet eh nicht. Aber noch läuft ja „Inception„, „Moon„, „Mother„, „Toy Story 3„, „Micmacs“ und „Mr. Nobody„, die mir allesamt gefallen haben. Von „Inception“ war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da hatten sich meine Erwartungen wohl allmählich zu hoch aufgetürmt. Ich war überrascht davon, wie linear und chronologisch durch die streng hierarchisch organisierten Traumebenen navigiert wird und wie viel Raum die sentimentale Schuld-am-Tod-der-Frau-und-Kinder-wieder-sehen-wollen-Neben- wenn nicht gar Haupthandlung einnimmt. Und ja, für meinen Geschmack war es tatsächlich zu viel orchestrales Gebrause und zu viel James-Bond-Geballer.

Genau andersherum ging es mir bei „Mr. Nobody“: Da bin ich skeptisch reingegangen und war im Kino umso erfreuter über die überaus verspielten, sehr geschickt verknüpften Liebesepisoden. Mich hat das Erzählen im Konjunktiv überzeugt und über die erwarteten philosophischen Plattheiten habe ich mit Leichtigkeit hinweggehört und -gesehen.

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Giering nochmal

7. August 2010 - 15:14 Uhr

Nach mehreren Anfragen auf diversen Kanälen jetzt noch ein paar mehr Motive vom letzten Fototermin Frank Gierings. Mehr dazu hier im früheren Eintrag.

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Neu im Kino: Mörderische Mutterliebe

6. August 2010 - 17:42 Uhr

KW31

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Die Filmstarts vom 5.8.2010

Bong Joon-ho. Ein Name, den man kennen sollte, wenn man sich auch nur entfernt für Film interessiert. Ich konnte ihn mir bislang nicht merken, habe bei Bedarf von „dem Koreaner, der ‚The Host“ gedreht hat“, gesprochen. Sein Monsterfilm ist in jeder Hinsicht herausragend,  seine beiden früheren Filme, die ich gern jetzt sofort anschauen möchte, werden hoch gelobt. „Mother“, das jüngste Werk,  ist ein Mutter-Sohn-Drama und ein Kriminalfilm. Der Sohn ist geistig behindert und gerät unter Mordverdacht, die Mutter unternimmt wahnwitzige Anstrengungen um ihn zu schützen. Erzählt wird das „in abrupten Wendungen und verblüffenden Wechseln der Tonlage“; wie Ekkehard Knörer in der Taz schreibt, „mal ist es splatterhaft-blutig, dann bizarr und schlicht komisch“. Die Kritiker sind fast durchweg schwer angetan, nur einige wenige tun sich schwer mit der unkonventionellen Dramaturgie und dem frechen Genremix. Läuft sogar in der Kinoprovinz Hamburg vom ersten Tag an. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen. Die einen werden vom Herkunftsland und von Untertiteln abgeschreckt, die anderen wollen keinen Film sehen, der „Mutter“ heißt und mit dem Namen Bong Joon-ho und jenen der Darsteller kann keiner etwas anfangen. Viele potentielle Zuschauer bleiben da nicht übrig.

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Letztes Shooting

30. Juli 2010 - 15:54 Uhr

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Ist mir zum ersten Mal überhaupt passiert. Ich habe mehrere Mails erhalten von wildfremden Menschen, die ein gedrucktes Foto von mir gesehen  und mich daraufhin ergoogelt haben. Sie wollten sich nur bedanken. Oder fragen, ob sie vielleicht noch mehr Bilder sehen könnten. Dass das Foto überhaupt so prominent im Stern abgedruckt wurde, hat einen traurigen Grund. Frank Giering, der Schauspieler, den ich wenige Wochen vorher fotografiert habe, ist tot. Ich hatte immer noch drauf gewartet, dass er mir Bescheid gibt, für welche Motive er sich entscheidet. Gleich einen Tag nach dem Fototermin hat er mich angerufen und gefragt, wann es etwas zu sehen gebe, dann hat er nichts mehr von sich hören lassen. Beim Fotografieren war er freundlich und fast ein wenig schüchtern, überrascht hat mich, dass er, wenn ich ihm zwischendurch Bilder auf dem Display gezeigt habe, gerade die Motive gut fand, die jeder andere retuschiert haben will. „Tränensäcke, da  sind ja richtige Tränensäcke, das find‘ ich toll“, meinte er.

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In eigener Sache

30. Juli 2010 - 11:52 Uhr

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In unserem Gemeinschaftsbüro in Eimsbüttel, einem ehemaligen Ladengeschäft im Altbau, werden Räume frei: Sie sind 11,5 bzw. 32 qm groß. Der größere Raum bietet problemlos Platz für mehrere Schreibtische, kommt aber auch als Atelierraum in Frage. Als Fotostudio ist er allerdings nur bedingt geeignet, er kann zwar mit ausreichender Deckenhöhe dienen, aber mittendrin steht ein hinderlicher Pfeiler. Der hat sich auch störend bemerkbar gemacht, als wir hier neulich eine Tischtennisplatte aufgestellt haben. Die Miete inklusive sämtlichen Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser, VDSL und Telefon beträgt für den kleinen Raum etwa 160 EUR und für den großen 370 EUR. Interessenten bitte bei mir melden. Für Weiterverbreitung des Angebots über Twitter oder Facebook wäre ich alter Social-Network-Muffel dankbar.

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Grässlich! Grässlich!

30. Juli 2010 - 10:04 Uhr

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Der soeben gelesene, sehr unterhaltsame und völlig überdrehte Russenmafia-Wendejahre-Roman „Handbuch eines Russischen Debütanten“ von Gary Shtyngart erfreut irgendwo mittendrin mit einer kleinen Filmkritik. Der russoamerikanische Protagonist war mit seiner Freundin im Kino:

Vladimir platze schier. „Ich fand es grässlich!“, schrie er. „Grässlich! Grässlich“ Er vollführte einen kleinen Tanz zwischen den flimmernden Straßenlaternen, als wollte er die Urkraft seines Abscheus demonstrieren. Aber dann wurde es Zeit, eine Art intellektueller Aufschlüsselung nachzulieferen, also sagte er: „Wie platt. Wie abstoßend einfältig. Aus AIDS das hunderttausendste Gerichtsdrama zu machen. Als wäre die juristische Auseinandersetzung die einzige verbliebene Ausdrucksform der Amerikaner. Ich bin zutiefst unterwältigt.“

Bei dem abstoßenden Gerichtsdrama handelt es sich offenbar um diesen zweifachen Oscargewinner.

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Neu im Kino: Spielzeugmär und Traumgeballer

29. Juli 2010 - 18:22 Uhr

KW30

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Die Filmstarts vom 29.7.2010

Für die soeben erschienene August-Ausgabe der Titanic mit dem entzückenden Hitlertitel und der Schlagzeile „Da staunt die Welt: So locker ist Schland“ habe ich eine Lobhudelei auf den in vier Wochen startenden Knettrickfilm „Mary & Max“ verfasst. Und diesen Text, direkt darunter:

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Quickie mit Steffi

23. Juli 2010 - 00:48 Uhr

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Steffi Graf war neulich in Hamburg, um für ein Unilever-Produkt Werbung zu machen. Sie hat ein bisschen Miniaturtennis gespielt, in der neuen Firmenzentrale in der Hafencity und dann gab es auch noch eine großzügige Spende für einen guten Zweck. Die anwesenden Fotografen durften darum unter anderem wieder einmal das Überreichen monströs vergrößerter Schecks fotografieren, schön anachronistisch, wie es sich gehört.

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Neu im Kino: Eine prallvolle Jeunet-Wundertüte

22. Juli 2010 - 19:51 Uhr

KW29

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Die Filmstarts vom 22.7.2010

Der sinnfreie deutsche Titelzusatz »Uns gehört Paris!« führt Skeptiker auf die falsche Fährte: Da sollen wohl genau jene geködert werden, denen an »Amélie«, Jean-Pierre Jeunets größtem Erfolg, vor allem der Pariskitsch gefiel. »Micmacs«, Jeunets erster Film nach fünf Jahren, enthält jedoch keine Spur davon, sondern knüpft eher wieder an »Delicatessen« an, das Debüt von 1991. Zwar geht es nicht ganz so morbide zu, doch strotzt das Werk auch wieder vor visuellen Einfällen und komischen Details und wartet mit einer ganzen Schar skurriler Figuren auf, die etwa so komplex angelegt sind wie Spirou und Fantasio. Das macht aber gar nichts, denn feinere Charakterzeichnungen hätten nur unnötig vom frisch vorangetriebenen Plot abgelenkt, der recht unterhaltsam »Rififi«-Methoden mit Handlungselementen verbindet, für die einst Dashiell Hammett mit »Rote Ernte« die Vorlage geliefert hat und die wohlbekannt sind aus Sergio Leones »Für eine Handvoll Dollar« oder dem Bruce-Willis-Film »Last Man Standing«.

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